Vom 17. bis 22. August fand in Enoshima, Japan, der Ready Steady Tokyo Testevent statt. Die Generalprobe für die Spiele nächstes Jahr umfasste 363 Athleten in 10 Bootsklassen aus insgesamt 46 Ländern. Bei stark gemischten Wind- und Wetterbedingungen kämpften die Seglerinnen und Segler des Swiss Sailing Teams nicht nur gegen die anderen Nationen, sondern auch gegen die extreme Hitze und Luftfeuchtigkeit. Mateo Sanz Lanz löste mit seinem 6. Platz das geforderte TOP 8 Ergebnis ein und kann bei erreichter Nationenquote offiziell Swiss Olympic zur Selektion vorgeschlagen werden.

Aufgrund vom extremer Hitze, Feuchtigkeit und sehr unterschiedlichen Segelbedingungen war der Ready Steady Tokyo Testevent in Enoshima sehr intensiv! Taifun Krosa sorgte für Starkwind und riesige Wellen, die bis in den ersten Wettkampftag hineinreichten und in der zweiten Hälfte der Regatta von Leichtwind- und Flachwasserbedingungen abgelöst wurden.

Das Schweizer Team zeigte, dass sie voll ins Spiel um TOP 10 Platzierungen eingreifen können: Sébastien Schneiter und Lucien Cujean (49er, Société Nautique de Genève) verpassten das Medalrace der besten 10 Boote nur um einen Punkt, während Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (470, Thunersee Yacht Club) abschliessend auf einem annehmbaren 10. Platz landeten. Die beste Leistung der Woche ging an Mateo Sanz Lanz. Der Windsurfer des Gstaad Yacht Clubs wurde Sechster und erreichte damit das Ziel TOP 8 und hat bei erreichter Nationenquote alle geforderten Kriterien erfüllt, um für die Spiele selektioniert zu werden.

Hervorzuheben ist die großartige Leistung beim Standard Laser von Eliot Merceron (Gstaad Yacht Club), der vor dem letzten Tag in die Gesamtwertung in die TOP 10 aufstieg.

Mit mehreren hervorragenden Einzelergebnissen über die gesamte Regatta hinweg zeigte die Schweizer Seglerinnen und Segler ein Jahr vor den Spielen erfreuliche Leistungen. Das gesamte Swiss Sailing Teams nutzten den Testevent auch, um die interen Abläufe in dieser komplexen Sportart zu checken, um für nächstes Jahr parat zu sein. Auch wenn an diesem Testevent von den Organisatoren vor Ort noch nicht alles perfekt lief, können gute und faire Wettfahrten erwartet werden.

Das Swiss Sailing Team bleibt noch eine weitere Woche vor Ort und nimmt vom 25. August bis zum 1. September am Weltcup in Enoshima teil.

Die Ergebnisse sind online verfügbar.

Mateo Sanz Lanz, RS:X: „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Es war eine schwierige Woche und ich gab mein Bestes. Ich wollte eine TOP 5 für eine vorzeitige Selektion, aber mit dem 6. Platz kann ich gut leben. Ich freue mich jetzt sehr auf die RS:X Weltmeisterschaft am Gardasee, es ist für mich das letzte große Ereignis des Jahres!“

Linda Fahrni, 470: „Wir haben das Medalrace wegen eines Frühstarts versemmelt und konnten in der Wettfahrt nicht mehr aufholen. In der Gesamtwertung sind wir dementsprechend auf Rang 10 verblieben. Insgesamt haben wir eine viel bessere Leistung als an den Weltmeisterschaften abrufen können. Durch das, was wir an diesem Testevent gelernt haben, behalten wir ein positives Momentum. Wir wissen, dass wir es besser können und wir werden alles tun, um das am Weltcup nächste Woche zu zeigen!“

Lucien Cujean, 49er : „Es war eine harte Woche für uns, weil wir alles gegeben haben und unser Ziel trotzdem nicht erreichten. Es war ein anderer Wettkampf als wir es gewohnt sind, denn das Fleet war kleiner, aber vor allem war das Niveau sehr hoch. Wir freuen uns auf die Weltmeisterschaft und werden kämpfen wie die Löwen.“

Fotos : © Sailing Energy

Endergebnis der Schweizer in Enoshima:
Mateo Sanz Lanz RS:X 6 (12, 12, 11, 2, 15, 1, 7, 2, 7, (20), 8)
Fahrni/Siegenthaler 470 10 (14, 17, (BFD), 1, 9, 18, 10, 3, 10, 6, 20)
Schneiter/Cujean 49er 11 (10, 8, 3, 18, 11, 15, 2, 9, (BFD),10, 11, 10)
Wagen/Siegwart 470 13 (13, 13, 10, (17), 8, 15,13, 15, 14, 7)
Eliot Merceron (Laser Standard) 15 ((30), 14, 14, 14, 18, 17, 8, 6, 11, 13, 16)
Nils Theuninck Finn 16 (15, 5, 4, 16 (20), 17, 7, 16, 16, 7)
Maud Jayet Laser Radial 17 ((BFD), BFD, 4, 8, 28, 11, 3, 31, 13, 22)